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EWTO SCHWEIZ
News

Lehrgang mit Dai Sifu Giuseppe Schembri in Locarno
Wochenend Lehrgang am Sa 30. juni und So 1. Juli

Die Gelegenheit um unter der Tessiner Sonne und meisterlichen Anleitung von Dai Sifu Schembri, 8.Meistergrad, WingTsun zu trainieren! Es können Schülerprüfungen abgelegt werden.

Samstag 30. Juni

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Kunstvoll kämpfen

 

WingTsun

Wt Training WingTsun ist wohl die logischste Kampfkunst überhaupt. Sie nutzt mit Raffinesse alle physikalischen und geometrischen Möglichkeiten des Körpers, um die auftreffende Kraft des Angriffs abzuleiten. So ist es auch körperlich schwächeren Personen (und ein potentieller Angreifer ist meistens stärker) möglich, sich effizient zu wehren. WingTsun lehrt, sich nach Grundprinzipien zu verhalten, damit im Ernstfall die Entscheidung wegfällt, welche Technik nun anzuwenden sei. Bei einem tätlichen Angriff hat intuitives Handeln die grösste Schnelligkeit und Chance, erfolgreich zu sein.


Prinzipien

  • 1. Ist der Weg frei, stoss vor!

  • Ständiger Kraftfluss nach vorne, auf das Ziel zu, denn Gegenangriff ist die beste Verteidigung. Sobald die eigene Sicherheitsdistanz vom Kontrahenden unterschritten wird, folgt der Gegenangriff. Dieser ist prinzipgemäss gradlinig und direkt.
  • 2. Prinzip: Wenn der Weg nicht frei ist, bleib kleben!

  • Dranbleiben: Wird die Verteidigungsaktion vom Gegner gestoppt, behält WingTsun den Kontakt und somit die Kontrolle bei, um einen neuen Angriffspunkt zu finden (anstatt sich zurückzuziehen).
  • 3. Prinzip: Wenn die Kraft des Gegners grösser ist, gib nach!

  • Der Klügere gibt nach: Übt der Gegner nun einen verstärkten Druck aus, um die Kontrolle zu brechen, gibt WingTsun weich nach. Man lässt den Angriff ins Leere laufen, ohne dabei die Kontrolle aufzugeben (anstatt sich dagegenzustemmen mit unzureichenden Kräften).
  • 4. Prinzip: Zieht der Gegner sich zurück, folge!

  • Zieht sich der Angreifer zurück, z.B. um zum neuen Schlag auszuholen, dringt WingTsun sofort nach vorne nach, fliesst automatisch wie Wasser in jede sich ergebende Lücke. Dies ist eine Konsequenz aus dem Ausüben des 1. Prinzips, dem ständigen Vorwärtsdrang

    Geschichte des WingTsun

    Während seiner Geschichte von mehreren tausend Jahren wurde das chinesische Volk immer wieder von angrenzenden Stämmen überfallen. Deshalb war die Kriegskunst für die Chinesen seit jeher von lebenswichtiger Bedeutung. Gleichzeitig mit dem kämpferischen Können wurde mit dem Training die Gesunderhaltung von Körper, Seele und Geist angestrebt. Immer wieder entstanden im Laufe der Jahrhunderte neue Kampfkünste, von denen überliefert heute noch ca. 400 verschiedene Stile unter dem Sammelbegriff “Kung Fu” in der ganzen Welt unterrichtet werden. Gemäss der Legende entstand WingTsun vor ca. 250 Jahren und wurde in Familientradition weitergegeben. Yip Man war der letzte unangefochtene Grossmeister. Seine Schüler, zu denen unter anderen Bruce Lee zählte, gründeten später ihre eigenen Schulen und Organisationen und entwickelten den Stil nach ihrem eigenen Gutdünken. Einer der letzten und besten “Closed Door”-Students von Yip Man ist der aktuelle Grossmeister und Weltcheftrainer des WingTsun Systems, Prof. Dr. Leung Ting. Nebst der weltweiten Kampfkunst-Karriere ist er auch als Schauspieler und “Kung Fu-Action Director” beim Film bekannt geworden. Anfang der 70er Jahre unterrichtete Leung Ting den heutigen Grossmeister und Europacheftrainer Prof. Dr. Keith R. Kernspecht. Dieser, international bekannt als DER Kenner orientalischer und okzidentaler Kampfkünste, brachte das WingTsun-System 1976 nach Europa, wo es heute weltweit die meiste Verbreitung gefunden hat. Kernspecht ist die heutige Unterrichtsmethode und Struktur, sowie umfangreiche Nachforschungen im Bereich “Geschichte der Kampfkünste” zu verdanken. Als erster “Professor der Kampfkunst” wurde er an der Universität Plovdiv, Bulgarien engagiert. In der Schweiz entstanden die ersten Schulen 1983, unter der Leitung des heutigen Nationaltrainers Giuseppe Schembri.

    Mehr Informationen zu diesem Thema:

    www.ewto.com
    Geschichte des Yip Man Stils (Buch)
    WingTsun Kuen (Buch)

    Escrima Waffenkampfkunst

    Escrima heisst die faszinierende Stockkampfkunst mit philippinischem Ursprung. Raffinierte Techniken und taktische Manöver werden mit kraftvollen, eleganten Bewegungen ausgeführt. Dabei schulst du in hohem Masse deine Präzision, Koordination, Konzentration und Reaktionsgeschwindigkeit. Übrigens: Sämtliche Escrima-Techniken kannst du auch mit gewöhnlichen Gegenständen wie zB. einer zusammengerollten Zeitung überraschend wirksam anwenden. Die Philosophie hinter dem Escrima System ist sehr einfach: das Ganze ist größer als die Summe seiner Teile. So funktioniert zum Beispiel eine Technik nicht von selbst, solange sie nicht mit den Konzepten der Balance, der Kraft, der Geschwindigkeit, mit Konzentration, Timing und der richtigen Geisteshaltung kombiniert wird.

    Geschichte des Escrima

    Grossmeister Rene Latosa war der erste, der die Philippinischen Kampfkünste nach England brachte. Durch seinen direkten Schüler, Grossmeister Bill Newman aus London, wurde das System in Europa verbreitet. Im November 1977 erhielt Newman eine Einladung vom EWTO-Cheftrainer Keith R. Kernspecht, um in Kiel, Deutschland, ein Escrima-Seminar zu halten. Hellauf begeistert beschloss Kernspecht, Escrima zu verbreiten und weiter zu entwickeln. Er integrierte es in das Angebot der EWTO. Heute praktizieren tausende aktive Schüler das Escrima-System. Mehr Informationen zu diesem Thema:

    www.ewto.com
    P.M.A.S Escrima (Buch, 1977)
    Escrima (Buch, 2004)